Auftaktworkshop Forschungsarbeitsplatz in Bonn
Am 28. und 29. Januar haben sich Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Universitätskliniken zu einem gemeinsamen Workshop am Universitätsklinikum Bonn getroffen. Ziel des Austauschs war es, gemeinsam Handlungsoptionen für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Forschungsarbeitsplatzes zu diskutieren – als Grundlage für eine leistungsfähige und nachhaltige Infrastruktur für KI-gestützte Forschung in der Universitätsmedizin.
Austausch auf Basis bestehender Entwicklungen
Ausgehend von den bereits vorhandenen Entwicklungen am UK Bonn wurde gemeinsam erörtert, welche nächsten Schritte notwendig sind, um Forschenden künftig einen besseren Zugang zu Daten, Rechenressourcen und digitalen Services zu ermöglichen. Eine wichtige Grundlage bildete dabei eine vorab durchgeführte Umfrage unter den Teilnehmenden. Die Ergebnisse wurden im Workshop vorgestellt und dienten als Basis zur Priorisierung zentraler Themenfelder.
Zwei zentrale Fragestellungen im Fokus
Im Workshop kristallisierten sich insbesondere zwei übergeordnete Fragestellungen heraus:
- Was können wir tun, um Rechenleistung in Hochleistungsclustern standardisiert und einfach skalierbar bereitzustellen?
- Wie können interoperable Datenformate entstehen, auch wenn nationale Initiativen im jeweiligen Forschungskontext noch keine Einigung erzielen konnten?
Diese Fragen zeigen deutlich, wo aktuell die größten Herausforderungen – aber auch die größten Chancen – für die universitätsmedizinische Forschung liegen.
Erste konkrete Handlungsfelder identifiziert
Die Veranstaltung markierte den Auftakt für weitere gemeinsame Aktivitäten. Als erste zentrale Handlungsfelder wurden identifiziert:
- Ein zentraler Forschungsarbeitsplatz als Zugang zu Informationen, Services und Ressourcen
- Standardisierte Antrags-, Förder- und Beschaffungsprozesse („Digital as a Service“)
- Gemeinsam nutzbare, hochsichere und förderkonforme Cloud-Ressourcen
Damit wurde ein klarer Rahmen geschaffen, um die nächsten Schritte strukturiert weiterzuverfolgen.
Gemeinsam zur internationalen Spitzenposition
Nun gilt es, die gewonnenen Überlegungen weiter zu konkretisieren und in einen gemeinsamen Förderantrag zu überführen. Die deutsche Universitätsmedizin sollte bei der Entwicklung, Erprobung und Nutzung von KI-Anwendungsfällen international eine Spitzenposition anstreben – und das gelingt am besten gemeinsam.
